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Geschäftsleute ermöglichen in Ibbenbüren „Public Viewing“
17. Juni 2008 | 11:20
Hunderte Ibbenbürener Fußballfans feiern ausgelassen in der Großen Straße.
„Öffentliches Schauen“, eine Gepflogenheit aus den Kindertagen des
Fernsehens, erfreut sich derzeit wieder größter Beliebtheit. Damals dem Umstand
geschuldet, dass nur wenige einen Fernseher besaßen, dient das heute so beliebte
„Public Viewing“ vor allem der Geselligkeit und dem gemeinschaftlichen Erleben
sportlicher Großereignisse.
Nach der überwältigen Resonanz bei der Fußballweltmeisterschaft im Jahr 2004
bietet die „Aktionsgemeinschaft Große Straße“ den Ibbenbürener Fußballfans auch
zur laufenden Europameisterschaft wieder diese tolle Möglichkeit.
Zu den ersten Vorrundenspielen der deutschen Mannschaft versammelten sich
jeweils an die 1000 Menschen vor der beeindruckenden 3×4 Meter großen Leinwand,
feierten begeistert den Auftaktsieg gegen Polen und fieberten bis zur letzten
Minute mit bei der enttäuschenden Niederlage gegen Kroatien am Donnerstag. Aber
auch die Partien der anderen 15 Teams stoßen regelmäßig auf großes Interesse.
Den Public-Viewing-Richtlinien gemäß gibt es einen eingegrenzten Bereich, in dem
geschaut und gefeiert werden darf.
Der Zugang zu diesem Bereich ist kostenlos. Aus Sicherheitsgründen müssen aber
Kontrollen am Eingang durchgeführt werden. Die in der „Aktionsgemeinschaft Große
Straße“ zusammengeschlossenen Geschäftsleute erhoffen sich vom „Public Viewing“
nicht zuletzt auch steigende Umsatzzahlen. Auf jeden Fall erfüllt sich diese
Erwartung im Bereich von Sport- und Fanartikeln: Deutschland-Fähnchen,
Spielertrikots, Kappen und Fußbälle verkaufen sich in diesen Tagen buchstäblich
von allein, wie die Betreiber zweier in der Großen Straße ansässiger
Sportgeschäfte bestätigten. Das nächste Spiel der deutschen Mannschaft steht am
morgigen Montag um 20.45 Uhr auf dem Plan. Gegen Gastgeber Österreich geht es
dann um den Einzug ins Viertelfinale. H.L.